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Gänsehaut inklusive - Krimi-Wettbewerb der PZ

2009-10-14

Dass es auch in Pforzheim nicht nur viele leidenschaftliche Krimileser, sondern auch jede Menge begabter Krimiautoren gibt, bewies der Schreibwettbewerb "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett…", den die "Pforzheimer Zeitung" für ihre Leser initiierte. Am vergangenen Dienstagabend fand im PZ-Forum die feierliche Preisverleihung an die Autoren der besten Regional-Krimis statt.

Sieben Frauen, darunter auch die Siegerin Jutta Meller, kamen dabei unter die zehn Besten - dies entspricht im Übrigen auch der weiblichen Überzahl bei den regelmäßigen Krimilesern. Wie die Leiterin des Kulturressorts der PZ Sandra Pfäfflin im Rahmen ihrer Festrede betonte, zeichneten sich die prämierten Geschichten durch ein hohes Maß an Spannung, Ideenreichtum und Wortwitz aus - und natürlich jeder Menge Verbrechen.

Leichen und Liebesgeschichte
"Wer einmal tötete, würde es wieder tun." Im PZ-Forum war es totenstill, bis endlich kräftiger Applaus einsetzte. Mit diesem vielversprechenden Satz beendete die Krimiautorin Stefanie Baumm die Lesung aus ihrem zweiten Roman "Der Tod wartet nicht". Wie ihr erstes Buch spielt er im hohen Norden und wieder müssen Kommissar Stahl und sein Kollege eine Reihe ungewöhnlicher Morde aufklären. Dabei führen sie ihre Ermittlungen in die gefährliche Welt der russischen Mafia und des illegalen Organhandels; ein weiterer Handlungsstrang erzählt eine bizarre Liebesgeschichte.

Sie sei selbst eine ausgesprochen ungeduldige Leserin und habe deshalb einen hohen Anspruch an sich, erzählte die 1963 in Pforzheim geborene Autorin im Gespräch mit dem Organisator des PZ-Autorenforums Eckard Mickel. Ihre Stoffe finde sie stets beim Zeitunglesen, so Baumm weiter. Die Anregung zum zitierten Buch bekam sie durch die Meldung über 34 aus einem südosteuropäischen Waisenhaus verschwundene Kinder. Ihre frühere Tätigkeit als Journalistin komme ihr bei der Recherche brisanter Themen dabei sehr zugute. Dennoch möchte sie auf keinen Fall mit dem erhobenen Zeigefinger Gesellschaftskritik predigen, lachte Baumm, "Ich will erzählen, und wenn das eine oder andere politische Thema einfließt, bin ich glücklich." Bisher sei sie eine "Spon- tanschreiberin" gewesen; sie habe lediglich den Schluss vor Augen gehabt und sich beim Schreiben ganz treiben lassen. Ihren neuen Roman "Am Anfang war der Tod", der im November erscheinen wird, habe sie erstmals anhand eines Exposés geschrieben. Und auch die kurze Leseprobe aus dem neuesten Krimi ließ den Zuhörern den Atem stocken…
Sabine Hägele

Mit freundlicher Genehmigung der Pforzheimer Zeitung
Bild: Ketterl

"Lebensspiegelungen"

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zur Lesung am 16.06.2012


Wasser zu Wasser

Manche Worte werden zu Tränen
Sie füllen den Ozean

Wasser zu Wasser - Salz zu Salz

Gegen das Tosen der Brandung
Habe ich meinen Schmerz hinaus gebrüllt.
Der Wind hat die Worte gepackt
In alle Richtungen verweht.
Dann war es still. Ruhe nach dem Sturm.

Glitzernde Tropfen funkeln
auf meiner Haut
ich spüre das Meer auf meinen Lippen

Wasser zu Wasser - Salz zu Salz.

 

© Andrea Lutz

Leseprobe aus: "Es hat lange gedauert"
ISBN 978-3-86268-361-1
Engelsdorfer-Verlag Leipzig
erschienen 2011 / Taschenbuch
Preis: 8,50 €